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Mit der Jugendwohngruppe „Haus Ismael“ bieten wir geflüchteten unbegleiteten Minderjährigen ein geschütztes und geborgenes neues Zuhause. In unserem Team arbeiten 10 Fachkräfte (Sozialarbeiter, Erzieher) nach den Richtlinien der stationären Jugendhilfe im Dreischichtsystem.

 

Am Standort Moritzburg wurde dafür ein bisher ungenutztes Gebäude saniert, so dass jetzt 18 moderne Wohnplätze in Zweibettzimmern auf drei Etagen zur Verfügung stehen. In den drei Küchen ist es den Jugendlichen möglich, die Mahlzeiten entsprechend ihren Ernährungsgewohnheiten selbst zuzubereiten.

 

Die Jugendlichen sprechen bei ihrer Ankunft in Deutschland weder Deutsch noch Englisch, so dass die Mitarbeiter auf Mimik und Gestik, auf Beschreibungen mit Händen und Füßen angewiesen sind. Mit Fingerspitzengefühl, einer Portion Humor und praktischer 20161003 235451 kleinVorbildwirkung versuchen wir trotz aller Sprachbarrieren, den Alltag zu meistern und vor allem Vertrauen aufzubauen. Der strukturierte „deutsche“ Alltag mit Schule und Aufgaben birgt Konfliktpotential, denn die Tagesabläufe sind in den Herkunftsländern wie Eritrea, Afghanistan oder Guinea völlig anders. Während regelmäßiger Dolmetschergespräche werden Probleme und Missverständnisse geduldig aufgeklärt. Die sozio-kulturellen Entwicklungsunterschiede und verschiedenen Traditionen unserer Bewohner stellen uns täglich vor die Herausforderung, sie möglichst schnell und nachvollziehbar mit unseren gesellschaftlichen Normen und Werten vertraut zu machen.

Die notwendige Bürokratie und Regelungen in allen Flüchtlingsfragen sind unseren Jugendlichen nur schwer zugänglich, deren Vermittlung prägt unseren Arbeitsalltag. Neben der regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt begleiten wir unsere Minderjährigen bei zeitintensiven Sitzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge oder zur Ausländerbehörde. Häufige Besuche in Arztpraxen, Kliniken oder der Traumaambulanz fordern viel Geduld und unsere besondere Empathie. Trotz aller Dramatik in ihrem bisherigen Leben beschenken uns die jungen Leute häufig mit unbeschwerter Fröhlichkeit und ausgeprägtem Gemeinschaftssinn !

 

Wir sind dankbar für die Unterstützung unserer Arbeit durch den Einsatz ehrenamtlicher Helfer, die durch Freizeitangebote das Leben der Jugendlichen bereichern. Spenden ermöglichen zusätzliche Unternehmungen und Ausflüge, um ein Kennenlernen deutscher Kultur und Bildung weiter zu fördern.

 

Ansprechpartner:     Frank Köhler

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Unsere Arbeit finanziert sich zu 75% aus unterschiedlichen öffentlichen Förderungen. Etwa 25% der Gesamtkosten müssen wir als Eigenmittel aufbringen. Eine Stunde Betreuung und Anleitung kostet etwa 35 €.

Für jede Stunde, welcher ein Teilnehmer durch uns begleitet wird, müssen wir 8,75 € Eigenmittel aufbringen. Dies erreichen wir durch Ihre Unterstützung, durch Spenden- und Stiftungsmittel und durch Ihren Kauf unserer Produkte und Dienstleistungen.

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